Definition: Ein Identity Provider (IdP) ist ein zentrales System zur Verwaltung und Authentifizierung digitaler Identitäten. Er fungiert als „Vertrauensinstanz“, die bestätigt, dass ein Benutzer tatsächlich die Person ist, für die sie sich ausgibt, und stellt diese Information anderen Anwendungen (MES, ERP, Cloud) zur Verfügung.
Single Sign-On (SSO) ist die Technologie, die es einem Mitarbeiter ermöglicht, sich einmalig am IdP anzumelden und danach nahtlosen Zugriff auf alle berechtigten Systeme zu erhalten – ohne erneute Passworteingabe.
In modernen Produktionsumgebungen ist SSO kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit:
Damit der IdP mit Ihren Anwendungen kommunizieren kann, ohne jemals Passwörter zu übertragen, nutzt er standardisierte Protokolle:
Der größte strategische Vorteil eines IdP wird oft übersehen: das zentrale Offboarding. Wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt oder die Abteilung wechselt, muss der Zugriff nur an einer einzigen Stelle (im IdP) gesperrt oder geändert werden. Ohne IdP müssten IT-Admins händisch Konten in dutzenden isolierten Systemen deaktivieren – eine gefährliche Quelle für Compliance-Verstöße und Sicherheitslücken.
Die Implementierung eines IdP mit SSO bietet weit mehr als nur Bequemlichkeit: