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MES Auswahlkriterien für die richtige MES-Auswahl

Geschrieben von Symestic | Jan 20, 2026 7:17:25 PM

Einordnung

MES Auswahlkriterien entscheiden darüber, ob ein MES messbaren Mehrwert liefert oder als langes IT-Projekt endet. Für produzierende Unternehmen zählt nicht die Funktionsliste, sondern Time-to-Value, Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit. Dieser Leitfaden fokussiert genau darauf.

1. Time-to-Value (Einführungsdauer)

Kernfrage: Wie schnell liefert das MES belastbare KPIs?

Relevante MES Auswahlkriterien

  • Einsatzfähig in Tagen/Wochen statt Monaten
  • Vorkonfigurierte KPIs (OEE, Stillstände, Ausschuss)
  • Pilotbetrieb mit echten Maschinendaten

Bewertung: Systeme mit langer Einführungsphase verzögern ROI und Akzeptanz.

2. Wirtschaftlicher Fokus statt Feature-Tiefe

Ein MES muss Verluste quantifizieren, nicht nur Daten sammeln.

MES Auswahlkriterien

  • Klare Zuordnung von Stillständen, Ausschuss und Durchsatz
  • KPI-Logik mit wirtschaftlicher Bewertung (€/h, €/Stück)
  • Priorisierung nach Impact

Bewertung: Ohne Kostenbezug bleibt der Business Case schwach.

3. Maschinenanbindung und Integrationen

Die Konnektivität bestimmt Projektkosten und Skalierung.

MES Auswahlkriterien

  • Standardisierte Schnittstellen (z. B. OPC UA)
  • Digitale Signale ohne Sonderprogrammierung
  • Offene APIs (ERP, BI, Qualität)

Red Flags

  • Proprietäre Treiber
  • Individuelle Programmierung je Maschine
  • Integrator-Abhängigkeit

4. Cloud-Betrieb vs. On-Premise

Die Betriebsform beeinflusst TCO, Wartung und Skalierbarkeit.

MES Auswahlkriterien

  • Kein eigener Serverbetrieb
  • Updates, Backups und Security inklusive
  • Planbare, transparente Kosten

Bewertung: Cloud-MES reduzieren IT-Overhead und beschleunigen Rollouts.

5. Skalierung und Multi-Plant-Fähigkeit

Ein MES muss vom Pilot zur Serie wachsen.

MES Auswahlkriterien

  • Schnelles Hinzufügen weiterer Linien/Werke
  • Einheitliche KPI-Definitionen standortübergreifend
  • Vergleichbarkeit (Benchmarks)

Bewertung: Einzellösungen ohne Rollout-Logik bremsen den Nutzen.

6. Usability und Shopfloor-Akzeptanz

Nutzung entscheidet über Erfolg.

MES Auswahlkriterien

  • Intuitive Oberflächen
  • Klare Rollen (Bediener, Schichtleitung, Management)
  • Minimaler Schulungsaufwand
  • Mobile Auswertungen für Führungskräfte

Bewertung: Geringe Akzeptanz macht jede MES-Einführung wertlos.

7. Proof of Value (PoV) statt Bauchentscheidung

Moderne MES-Auswahl basiert auf Nachweis, nicht auf Versprechen.

MES Auswahlkriterien

  • Zeitlich begrenzter Pilot
  • Reale Produktionsdaten
  • Vorab definierte Ziel-KPIs
  • Klare Go/No-Go-Entscheidung

Bewertung: PoV reduziert Risiko und beschleunigt interne Freigaben.

8. Gesamtkosten und ROI

Lizenzpreise sind nicht entscheidend.

MES Auswahlkriterien

  • Einführungs- und Integrationsaufwand
  • Laufende Betriebskosten
  • Skalierungskosten
  • Erwarteter Payback

Faustregel: Das beste MES ist das mit dem schnellsten ROI, nicht dem niedrigsten Preis.

Fazit: Die wichtigsten MES Auswahlkriterien

Ein MES sollte:

  1. Schnell messbare Ergebnisse liefern
  2. Wirtschaftliche Verluste sichtbar machen
  3. Einfach integrierbar sein
  4. Geringen IT-Overhead verursachen
  5. Skalierbar über Werke hinweg funktionieren
  6. Hohe Shopfloor-Akzeptanz erreichen
  7. Seinen Nutzen im Pilot beweisen
  8. Einen klaren ROI ermöglichen

Unternehmen, die diese MES Auswahlkriterien konsequent anwenden, vermeiden Fehlinvestitionen und wählen ein System, das messbar zur Produktivität beiträgt.

Hinweis: Anbieter wie SYMESTIC positionieren sich genau entlang dieser Kriterien mit einem Cloud-MES-Ansatz, der auf schnellen Nutzen und Skalierung ausgelegt ist.