Einordnung
MES Auswahlkriterien entscheiden darüber, ob ein MES messbaren Mehrwert liefert oder als langes IT-Projekt endet. Für produzierende Unternehmen zählt nicht die Funktionsliste, sondern Time-to-Value, Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit. Dieser Leitfaden fokussiert genau darauf.
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1. Time-to-Value (Einführungsdauer)
Kernfrage: Wie schnell liefert das MES belastbare KPIs?
Relevante MES Auswahlkriterien
- Einsatzfähig in Tagen/Wochen statt Monaten
- Vorkonfigurierte KPIs (OEE, Stillstände, Ausschuss)
- Pilotbetrieb mit echten Maschinendaten
Bewertung: Systeme mit langer Einführungsphase verzögern ROI und Akzeptanz.
2. Wirtschaftlicher Fokus statt Feature-Tiefe
Ein MES muss Verluste quantifizieren, nicht nur Daten sammeln.
MES Auswahlkriterien
- Klare Zuordnung von Stillständen, Ausschuss und Durchsatz
- KPI-Logik mit wirtschaftlicher Bewertung (€/h, €/Stück)
- Priorisierung nach Impact
Bewertung: Ohne Kostenbezug bleibt der Business Case schwach.
3. Maschinenanbindung und Integrationen
Die Konnektivität bestimmt Projektkosten und Skalierung.
MES Auswahlkriterien
- Standardisierte Schnittstellen (z. B. OPC UA)
- Digitale Signale ohne Sonderprogrammierung
- Offene APIs (ERP, BI, Qualität)
Red Flags
- Proprietäre Treiber
- Individuelle Programmierung je Maschine
- Integrator-Abhängigkeit
4. Cloud-Betrieb vs. On-Premise
Die Betriebsform beeinflusst TCO, Wartung und Skalierbarkeit.
MES Auswahlkriterien
- Kein eigener Serverbetrieb
- Updates, Backups und Security inklusive
- Planbare, transparente Kosten
Bewertung: Cloud-MES reduzieren IT-Overhead und beschleunigen Rollouts.
5. Skalierung und Multi-Plant-Fähigkeit
Ein MES muss vom Pilot zur Serie wachsen.
MES Auswahlkriterien
- Schnelles Hinzufügen weiterer Linien/Werke
- Einheitliche KPI-Definitionen standortübergreifend
- Vergleichbarkeit (Benchmarks)
Bewertung: Einzellösungen ohne Rollout-Logik bremsen den Nutzen.
6. Usability und Shopfloor-Akzeptanz
Nutzung entscheidet über Erfolg.
MES Auswahlkriterien
- Intuitive Oberflächen
- Klare Rollen (Bediener, Schichtleitung, Management)
- Minimaler Schulungsaufwand
- Mobile Auswertungen für Führungskräfte
Bewertung: Geringe Akzeptanz macht jede MES-Einführung wertlos.
7. Proof of Value (PoV) statt Bauchentscheidung
Moderne MES-Auswahl basiert auf Nachweis, nicht auf Versprechen.
MES Auswahlkriterien
- Zeitlich begrenzter Pilot
- Reale Produktionsdaten
- Vorab definierte Ziel-KPIs
- Klare Go/No-Go-Entscheidung
Bewertung: PoV reduziert Risiko und beschleunigt interne Freigaben.
8. Gesamtkosten und ROI
Lizenzpreise sind nicht entscheidend.
MES Auswahlkriterien
- Einführungs- und Integrationsaufwand
- Laufende Betriebskosten
- Skalierungskosten
- Erwarteter Payback
Faustregel: Das beste MES ist das mit dem schnellsten ROI, nicht dem niedrigsten Preis.
Fazit: Die wichtigsten MES Auswahlkriterien
Ein MES sollte:
- Schnell messbare Ergebnisse liefern
- Wirtschaftliche Verluste sichtbar machen
- Einfach integrierbar sein
- Geringen IT-Overhead verursachen
- Skalierbar über Werke hinweg funktionieren
- Hohe Shopfloor-Akzeptanz erreichen
- Seinen Nutzen im Pilot beweisen
- Einen klaren ROI ermöglichen
Unternehmen, die diese MES Auswahlkriterien konsequent anwenden, vermeiden Fehlinvestitionen und wählen ein System, das messbar zur Produktivität beiträgt.
Hinweis: Anbieter wie SYMESTIC positionieren sich genau entlang dieser Kriterien mit einem Cloud-MES-Ansatz, der auf schnellen Nutzen und Skalierung ausgelegt ist.