OEE (Overall Equipment Effectiveness): Definition, Faktoren & Formeln
OEE einfach erklärt: Definition, Formel, Benchmarks & Praxisbeispiele. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Anlagen effizienter machen.
MES Anforderungen beschreiben die fachlichen, technischen und organisatorischen Kriterien, die ein Manufacturing Execution System erfüllen muss, um zu Prozessen, IT-Landschaft und Strategie eines Unternehmens zu passen. Der Begriff taucht vor allem in drei Kontexten auf: bei der MES-Auswahl (RFI/RFP), beim Erstellen eines Lastenhefts und bei der Definition eines Rollout-Blueprints für mehrere Werke.
Funktionale Anforderungen beschreiben, was das MES leisten soll. Typische Themenblöcke sind Produktionsdatenerfassung (Mengen, Zeiten, Maschinenzustände, OEE), Auftragssteuerung (Download aus ERP, Reihenfolgeplanung, Rückmeldung), Traceability und Genealogie (Chargen-, Lot- oder Seriennummernverfolgung), Qualitätsmanagement (Prüfpläne, In-Prozess-Prüfungen), Werkerführung (digitale Arbeitsanweisungen, variantenabhängige Checks) sowie Ressourcen- und Anlagenmanagement.
Nicht jede Fabrik braucht alle Funktionen. Entscheidend ist, die wichtigsten Use Cases klar zu priorisieren – etwa OEE und Downtime-Monitoring, Traceability oder digitaler Shopfloor – und Anforderungen darauf zu fokussieren.

Technische Anforderungen entscheiden darüber, ob ein MES überhaupt in die bestehende IT-Landschaft passt:
Architektur: On-Premises oder Cloud-/SaaS-MES, Mandantenfähigkeit, Multi-Werk-Skalierung.
Schnittstellen: ERP (SAP, MS Dynamics) für Aufträge und Stammdaten, Maschinenanbindung via OPC UA oder MQTT, Integration mit CAQ, WMS, PLM und BI-Plattformen.
Datenmodell: Einheitliche IDs für Aufträge, Maschinen, Material, Chargen und Seriennummern als Grundlage für werksübergreifende Auswertungen.
Security und Compliance: Audit-Trail, Rollenverwaltung, OT-Security, Netzsegmentierung – ggf. ergänzt um Anforderungen aus NIS2 oder ISO 27001.
Ein belastbares Lastenheft enthält nicht 300 Bulletpoints, von denen 80 % ungenutzt bleiben, sondern eine priorisierte, geschäftswirksame Anforderungsliste:
Zu generisch: „Das System muss benutzerfreundlich sein" hilft niemandem. Konkret wäre: Touch-Bedienung am Shopfloor, maximale Buchungszeit von X Sekunden, mobile Nutzung für Instandhaltung.
Kein Fokus: Wenn alles gleich wichtig ist, kann kein Anbieter ein sinnvolles Fit/Gap liefern.
Nur IT oder nur Fachbereich: MES sitzt zwischen OT, IT und Operations – beide Perspektiven müssen ins Lastenheft.
Daten und Reporting vergessen: Funktionen beschrieben, aber keine Anforderungen an KPIs, Historisierung oder Datenzugriff definiert.
Wie detailliert sollten MES Anforderungen sein? Genug, um Use Cases, KPIs und Integrationsbedarf klar zu machen – aber nicht so detailliert, dass das Pflichtenheft des Anbieters vorweggenommen wird. Was und warum gehören zum Auftraggeber, wie ist Aufgabe des Anbieters.
Was ist wichtiger: Funktionen oder Integration? In der Praxis sind Schnittstellen, Datenmodell und Rolloutfähigkeit oft kritischer als einzelne Features. Ohne saubere ERP- und Maschinenanbindung bleiben selbst gute MES-Funktionen wirkungslos.
Braucht jedes Werk eigene Anforderungen? Nein. Sinnvoll ist ein zentrales Core-Template, das um wenige lokale Besonderheiten ergänzt wird – so bleibt das System technisch und organisatorisch beherrschbar.
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