OEE (Overall Equipment Effectiveness): Definition, Faktoren & Formeln
OEE einfach erklärt: Definition, Formel, Benchmarks & Praxisbeispiele. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Anlagen effizienter machen.
Planned vs. Reactive Maintenance KPIs messen den Anteil geplanter Wartung im Vergleich zu reaktiver Instandhaltung. Ziel ist der Weg weg vom Feuerwehrmodus – reparieren wenn etwas kaputtgeht – hin zu geplanten, vorhersehbaren Wartungsaktivitäten die Ausfälle und Kosten reduzieren.
Planned Maintenance umfasst präventive Wartung, Inspektionen und geplante Austausche mit bekannten Terminen und eingeplanten Ressourcen. Reactive Maintenance sind ungeplante Störungen und Ad-hoc-Reparaturen – oft verbunden mit Produktionsausfall, Terminverzug und Überstunden.
Planned Maintenance Percentage (PMP) ist die Kernkennzahl: geplante Wartungsstunden durch Gesamt-Instandhaltungsstunden mal hundert. Best-Practice-Zielwert liegt bei über 60 bis 70 Prozent. Wer darunter liegt, arbeitet überwiegend reaktiv.
Reactive Work Order Anteil zeigt wie stark die Instandhaltung durch spontane Störungen dominiert wird – als Ergänzung zu PMP besonders aussagekräftig wenn bei geplanten Aufträgen trotzdem viel Zeit verloren geht.
MTBF und MTTR im Kontext: Mehr geplante Wartung führt zu steigender MTBF (weniger häufige Ausfälle) und sinkender MTTR (bessere Vorbereitung, Ersatzteile, Workflows). Die Kombination mit PMP macht den Wirkungsnachweis sichtbar.
Schedule Compliance zeigt ob geplante Wartungsaufträge fristgerecht abgeschlossen werden. Ein hoher PMP bei niedriger Schedule Compliance ist ein Warnsignal: geplanter Umfang ist unrealistisch oder reaktive Einsätze verdrängen ständig die präventiven Maßnahmen. Der Zielzustand ist hoher PMP plus hohe Schedule Compliance.
Die KPIs entstehen aus zwei Quellen. CMMS/EAM liefert Work Orders, Dauer, Ressourcen und Abschlusszeitpunkte. Das MES liefert Stillstandsarten und -gründe, OEE-Verfügbarkeit und Maschinenereignisse. Im Idealfall sind Störungsereignisse aus dem MES direkt mit Instandhaltungsaufträgen im CMMS verknüpft – ungeplante Stillstände werden automatisch zu reaktiven Work Orders, geplante Wartungsfenster zu geplanten Stillständen. Erst diese Verknüpfung macht die KPIs wirklich belastbar.
Ungeplante Störungen sind einer der größten Verluste im OEE-Verfügbarkeitsanteil. Mehr geplante, weniger reaktive Instandhaltung bedeutet weniger unvorhersehbare Ausfälle und höheren OEE. Dazu kommt der Kosteneffekt: reaktive Reparaturen kosten typischerweise mehr durch Express-Service, Überstunden und Eilersatzteile. Gezielte Preventive Maintenance senkt Langfristkosten und Teileverschleiß strukturell.
Was ist ein guter Zielwert für geplante Wartung? Branchenabhängig, aber über 60 bis 70 Prozent geplante Instandhaltungsstunden gelten als Benchmark. Entscheidender als der absolute Wert ist der Trend: kontinuierlich weg von reaktiv, hin zu geplant.
Kann reaktive Instandhaltung komplett verschwinden? Nein. Unvorhersehbare Defekte wird es immer geben. Ziel ist kein Nullprozentanteil sondern ein beherrschbarer Anteil der die Produktion nicht dominiert und keinen Dauerfeuerwehrmodus erzeugt.
Wie stark muss das MES eingebunden sein? Je stärker Stillstände und Störgründe im MES erfasst und mit CMMS-Daten verknüpft sind, desto belastbarer werden die KPIs – und desto besser lässt sich nachweisen dass mehr geplante Wartung OEE, MTBF und Kosten tatsächlich verbessert.
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