Ich baue seit 2014 das technische Fundament der SYMESTIC Cloud-MES-Plattform.
Von der Microservice-Architektur auf Microsoft Azure über die IoT-Gateway-Anbindung bis zur Echtzeit-Datenverarbeitung von über 15.000 Maschinen in rund 20 Ländern. Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Maschinendaten aus jedem Maschinenpark – unabhängig vom Alter, unabhängig vom Hersteller – zuverlässig, sicher und in Echtzeit in der Cloud ankommen.
Zu SYMESTIC kam ich direkt nach dem Studium als Softwareentwickler.
Wirtschaftsinformatik an der SRH Hochschule Heidelberg. Die Schnittstelle zwischen Geschäftslogik und Softwarearchitektur hat mich damals angezogen und prägt meine Arbeit bis heute. Ich denke nicht in Features, sondern in Problemen, die gelöst werden müssen: Wie bindet man eine Presse von 1995 an, ohne die SPS anzufassen? Wie verarbeitet man 50.000 Datenpunkte pro Sekunde ohne Latenz? Wie sorgt man dafür, dass ein System über viele Länder mit unterschiedlichen Netzbedingungen stabil läuft?
Die Entscheidung, die meine Arbeit am stärksten geprägt hat, war der Neuaufbau der Plattform Mitte der 2010er Jahre.
Statt die bestehende On-Premise-Software in die Cloud zu heben, haben wir von vorne begonnen. Cloud-native, Microservices, API-first, auf Microsoft Azure. Das war kein inkrementelles Update, sondern ein Neuentwurf von Grund auf. Jede Entscheidung – von der Datenbankarchitektur bis zum Gateway-Protokoll – wurde auf Skalierbarkeit, Echtzeitfähigkeit und Wartbarkeit ausgelegt.
Das Ergebnis sehe ich jeden Tag in den Monitoring-Dashboards.
Eine Plattform mit 99,9 % Verfügbarkeit, die automatisch skaliert, wenn ein Kunde 200 Maschinen auf einmal anbindet. IoT-Gateways, die sich in zwei bis vier Stunden pro Maschine installieren lassen – OPC UA für moderne Steuerungen, digitale I/O-Gateways für Altanlagen ohne jede digitale Schnittstelle. Kein SPS-Eingriff, keine Produktionsunterbrechung, kein monatelanges Integrationsprojekt.
Was mich antreibt:
Die meisten MES-Projekte scheitern nicht an der Software, sondern an der Implementierung. Zu lang, zu komplex, zu teuer. Mein Ziel ist es, diese Hürde über die Architektur aufzulösen: eine Plattform, die so schnell ausgerollt ist wie ein SaaS-Tool und so tief integriert wie ein Enterprise-MES. Das ist kein Widerspruch – es ist eine Architekturentscheidung.
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Im SYMESTIC Blog
Schreibt über die technischen Themen hinter einem modernen MES: Cloud- vs. On-Premise-Architekturen, Maschinenanbindung über OPC UA und digitale I/O-Gateways, ISA-95-Integrationsarchitektur, Edge Computing und die Rolle von KI in der Produktionssteuerung – aus der Sicht von jemandem, der diese Systeme baut, nicht verkauft.