Mark Kobbert
CTO der symestic GmbH. Verantwortet die Cloud-MES-Architektur seit 2014. B.Sc. Wirtschaftsinformatik.
Ich baue seit 2014 die technische Grundlage der SYMESTIC Cloud-MES-Plattform:
Von der Microservice-Architektur auf Microsoft Azure über die IoT-Gateway-Anbindung bis zur Echtzeit-Datenverarbeitung von über 15.000 Maschinen in 18 Ländern. Mein Job ist es, dafür zu sorgen, dass Maschinendaten aus jedem Maschinenpark – egal wie alt, egal welcher Hersteller – zuverlässig, sicher und in Echtzeit in der Cloud ankommen.
Angefangen habe ich bei SYMESTIC als Softwareentwickler direkt nach dem Studium:
Wirtschaftsinformatik an der SRH Hochschule Heidelberg. Die Verbindung von betriebswirtschaftlichem Denken und Softwarearchitektur hat mich damals angezogen und bestimmt meine Arbeit bis heute.
Ich denke nicht in Features, sondern in Problemen die gelöst werden müssen: Wie bindet man eine Presse von 1995 ohne SPS-Eingriff an? Wie verarbeitet man 50.000 Datenpunkte pro Sekunde ohne Latenz? Wie stellt man sicher, dass ein System in 18 Ländern mit unterschiedlichen Netzwerkbedingungen stabil läuft?
Die Entscheidung, die meine Arbeit am stärksten geprägt hat, war der Neuaufbau der Plattform Mitte der 2010er Jahre:
Statt die bestehende On-Premise-Software in die Cloud zu verschieben, haben wir von Grund auf neu entwickelt. Cloud-native, Microservices, API-first, auf Microsoft Azure. Das war kein inkrementelles Update, das war ein Neuanfang. Jede Entscheidung, von der Datenbankarchitektur bis zum Gateway-Protokoll, wurde auf Skalierbarkeit, Echtzeitfähigkeit und Wartbarkeit ausgelegt.
Das Ergebnis sehe ich jeden Tag in den Monitoring-Dashboards:
Eine Plattform mit 99,9 % Verfügbarkeit, die automatisch skaliert wenn ein Kunde 200 Maschinen auf einmal aufschaltet. IoT-Gateways die in zwei bis vier Stunden pro Maschine installiert werden, OPC UA für moderne Steuerungen, digitale I/O-Gateways für Bestandsanlagen ohne jede digitale Schnittstelle. Kein SPS-Eingriff, keine Produktionsunterbrechung, kein monatelanges Integrationsprojekt.
Was mich antreibt:
Die meisten MES-Projekte scheitern nicht an der Software, sondern an der Implementierung.
Zu lange, zu komplex, zu teuer.
Mein Ziel ist es, diese Barriere technisch zu eliminieren:
Eine Plattform die so schnell deployed wie ein SaaS-Tool und so tief integriert wie ein Enterprise-MES.
Das ist kein Widerspruch, das ist eine Architekturentscheidung.
Stationen
Seit 2020: symestic GmbH, CTO. Technische Gesamtverantwortung für die Cloud-MES-Plattform. Architekturentscheidungen, Infrastruktur, Gateway-Entwicklung, Sicherheit, Skalierung.
2014–2020: symestic GmbH, Software Development. Entwicklung der Cloud-nativen Plattform von Grund auf. Migration von On-Premise zu Cloud-native. C#, .NET, Azure, SQL.
2014–2017: SRH Hochschule Heidelberg. B.Sc. Wirtschaftsinformatik. Duales Studium parallel zur Tätigkeit bei SYMESTIC.
Fachgebiete
Cloud-native MES-Architektur, Microsoft Azure, Microservice-Architektur, OPC UA, MQTT, IoT-Gateway-Entwicklung, Edge Computing, ISA-95-Integrationsarchitektur, industrielle Konnektivität, Brownfield-Maschinenanbindung, REST APIs, C#/.NET, SQL, Docker/Kubernetes, Echtzeit-Datenverarbeitung, IT/OT-Konvergenz.
Im SYMESTIC Blog
Ich schreibe über die technischen Themen hinter einem modernen MES: Cloud-Architekturen vs. On-Premise, Maschinenanbindung über OPC UA und digitale I/O-Gateways, ISA-95-Integrationsarchitektur, Edge Computing und die Rolle von KI in der Fertigungssteuerung. Aus der Perspektive desjenigen, der diese Systeme baut – nicht desjenigen, der sie verkauft.
Kontakt
E-Mail: mark.kobbert@symestic.com