Skip to content

MES Use Cases: Die wichtigsten Anwendungsfälle mit messbarem Nutzen

MES Use Cases zeigen, ob ein MES-System in der Produktion Wirkung entfaltet oder lediglich Daten sammelt. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Funktionen, sondern ob typische Produktionsverluste systematisch erkannt, bewertet und reduziert werden. Die folgenden MES Use Cases gehören zu den relevantesten Anwendungsfällen in der industriellen Fertigung.

OEE-Transparenz in Echtzeit

Ein zentraler MES Use Case ist die transparente OEE-Ermittlung. In vielen Unternehmen wird die Overall Equipment Effectiveness manuell berechnet oder erst zeitverzögert ausgewertet. Ein MES erfasst Verfügbarkeit, Leistung und Qualität automatisch und stellt die OEE live pro Linie, Schicht oder Auftrag dar. Der Mehrwert entsteht durch den Drilldown: Produktionsverantwortliche sehen nicht nur den OEE-Wert, sondern auch die konkreten Ursachen wie Stillstände, Leistungsabweichungen oder Qualitätsverluste. Dadurch wird OEE vom Reporting-Wert zum operativen Steuerungsinstrument.

image-png-Nov-23-2022-02-21-00-9392-PM

Stillstandsmanagement und Ursachenanalyse

Stillstände zählen zu den größten Kostentreibern in der Fertigung, bleiben aber häufig unstrukturiert erfasst. Ein MES identifiziert Stillstände automatisch, klassifiziert sie nach Ursachen und bewertet sie wirtschaftlich. Statt einer unübersichtlichen Ereignisliste entsteht eine klare Priorisierung nach Häufigkeit, Dauer und Kosten. Dieser MES Use Case ermöglicht gezielte Maßnahmen zur Reduktion ungeplanter Stillstände und verbessert nachhaltig die Anlagenverfügbarkeit.

Ausschuss- und Qualitätsanalyse

Ausschuss entsteht selten zufällig. Ein MES verknüpft Ausschussdaten mit Aufträgen, Maschinen und Prozessparametern und macht Zusammenhänge sichtbar. Über Zeitverläufe lassen sich Trends erkennen und kritische Prozesszustände identifizieren. Dieser MES Use Case hilft, Material- und Nacharbeitskosten zu senken und Qualitätsprobleme systematisch zu beheben, statt nur Symptome zu dokumentieren.

Prozessdaten-Monitoring und Grenzwertüberwachung

Prozessparameter werden in vielen Produktionen zwar erfasst, aber nicht aktiv genutzt. Ein MES sammelt relevante Werte wie Temperatur, Druck oder Zykluszeiten in Echtzeit, überwacht definierte Grenzwerte und meldet Abweichungen sofort. In Kombination mit historischen Analysen im Kontext von Aufträgen und Qualität entsteht Transparenz über Prozessstabilität. Dieser MES Use Case trägt dazu bei, Ausschuss frühzeitig zu vermeiden und Ursachen bei Reklamationen nachvollziehbar zu machen.

screenshot-sd_4_11zon

Produktions- und Auftragsüberwachung

Ein weiterer praxisrelevanter MES Use Case ist die transparente Auftragsverfolgung. Ohne Echtzeit-Rückmeldungen aus der Fertigung bleibt der tatsächliche Produktionsstatus oft unklar. Ein MES stellt Soll-Ist-Vergleiche bereit und zeigt Abweichungen frühzeitig an. Dadurch lassen sich Engpässe erkennen, Durchlaufzeiten reduzieren und die Termintreue verbessern.

Shopfloor-Transparenz für Führungskräfte

Kennzahlen sind häufig nur in Berichten oder Excel-Dateien verfügbar und damit bereits veraltet. Ein MES stellt aktuelle Produktionskennzahlen über Dashboards bereit und ermöglicht auch mobilen Zugriff. Abweichungen werden sofort sichtbar, nicht erst im Monatsreport. Dieser MES Use Case reduziert Reporting-Aufwand und beschleunigt Entscheidungen auf Shopfloor- und Managementebene.

Lesen Sie hier unseren Blogartikel über MES vs. Excel.

Multi-Plant-Reporting und Benchmarking

In Unternehmen mit mehreren Standorten fehlt oft eine einheitliche KPI-Definition. Ein MES schafft eine zentrale Datenbasis über Werke hinweg und ermöglicht standortübergreifende Vergleiche. Linien, Schichten und Werke lassen sich objektiv benchmarken, Best Practices identifizieren und erfolgreich skalieren. Dieser MES Use Case ist besonders relevant für wachsende Unternehmen und internationale Produktionsnetzwerke.

Proof of Value als eigenständiger MES Use Case

Der Proof of Value selbst ist ein wichtiger MES Use Case. Ein zeitlich begrenzter Pilotbetrieb mit realen Produktionsdaten, klar definierten Ziel-KPIs und messbaren Effekten liefert eine objektive Entscheidungsgrundlage. Unternehmen können so prüfen, ob sich ein MES wirtschaftlich rechnet, bevor sie in den Rollout investieren.

Fazit

MES Use Cases zeigen nicht, was ein System theoretisch kann, sondern welchen konkreten Nutzen es in der Produktion liefert. Unternehmen sollten ihre MES-Einführung konsequent an klaren Anwendungsfällen ausrichten und diese an wirtschaftlichen Kennzahlen messen. Anbieter wie SYMESTIC setzen genau hier an und fokussieren sich auf standardisierte MES Use Cases mit schneller Umsetzbarkeit und messbarem Mehrwert.

Exklusives Whitepaper

Lernen Sie die modernsten Ansätze der Industrie 4.0, die Sie in Ihrer Produktion schon morgen umsetzen können, um innerhalb von 4 Wochen Ihre Kosten um gut 20% zu reduzieren.

mehr erfahren

Starten Sie noch heute mit SYMESTIC, um Ihre Produktivität, Effizienz und Qualität zu steigern.
Kontakt aufnehmen
Symestic Ninja
Deutsch
English