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Smart Maintenance: Lean Maintenance & Predictive Maintenance mit MES

Was ist Smart Maintenance?

Smart Maintenance bezeichnet eine datengetriebene, digital unterstützte Instandhaltung, die drei Dimensionen verbindet:

Ziel: den Anlagenzustand dauerhaft stabil halten, ungeplante Stillstände minimieren und die Instandhaltung gezielt auf wertschöpfende Tätigkeiten ausrichten – statt „Feuerlöschen“ im Störfall.

Lean Maintenance: schlanke Instandhaltungsstrategie statt Reparaturbetrieb

Lean Maintenance ist eine Instandhaltungsstrategie, die Lean- und TPM-Prinzipien auf die Instandhaltung überträgt:

  • Fokus auf Verschwendungsfreiheit (Warten, Suchen, Überwartung, Doppelarbeit). 
  • Standardisierte Abläufe, 5S, klare Rollen und Zuständigkeiten. 
  • Priorisierung kritischer Anlagen („Tier-1 Assets“), statt alles gleich zu behandeln.

Damit wird Instandhaltung vom Kostenblock zum Hebel für Verfügbarkeit, OEE und stabilen Materialfluss. Lean Maintenance liefert das prozessuale Rückgrat von Smart Maintenance: klare Standards, definierte Workflows und kontinuierliche Verbesserung.

Predictive Maintenance als Kern von Smart Maintenance

Der zweite Baustein ist Predictive Maintenance (PdM): vorausschauende Wartung auf Basis von Zustands- und Prozessdaten.

Typisches Setup:

  • Sensorik (Vibration, Temperatur, Strom, Druck, Zyklen) erfasst den Zustand der Anlagen. 
  • Daten werden mit Algorithmen (Statistik, ML/AI) ausgewertet. 
  • Modelle erkennen Anomalien und Verschleißtrends, bevor es zum Ausfall kommt.
  • Wartung wird zustandsbasiert eingeplant, nicht mehr nur zeit- oder zählerbasiert.

Nutzen:

  • weniger ungeplante Stillstände und Folgeschäden,
  • besser planbare Stillstandsfenster,
  • längere Nutzungsdauer kritischer Komponenten,
  • direkter Beitrag zu OEE (Verfügbarkeit) und geringeren Instandhaltungskosten. 

In einem Smart-Maintenance-Konzept sind PdM-Modelle kein isoliertes Data-Science-Projekt, sondern eingebettet in klare Lean-Maintenance-Prozesse (Wer reagiert, wie, wann?).

Smart Maintenance braucht ein MES – nicht nur ein CMMS

Viele Unternehmen haben ein CMMS (Wartungsplaner). Für Smart Maintenance im Sinne von Lean + Predictive reicht das nicht aus.

Was fehlt ohne MES:

  • Prozess- und Qualitätsdaten aus der Produktion (OEE, Stillstände, FPY, Scrap).
  • Kontext: Welche Aufträge, Produkte, Schichten waren betroffen?
  • Live-Zustandsdaten aus Steuerungen, Testständen, IoT-Sensoren in einem durchgängigen Modell.

Ein MES übernimmt genau diese Rolle:

  • sammelt in Echtzeit Maschinendaten, OEE und Störgründe,
  • verknüpft alles mit Aufträgen, Materialien, Linien und Schichten,
  • stellt Dashboards und Alarme für Produktion und Instandhaltung bereit,
  • integriert Predictive-Maintenance-Ergebnisse in den Produktionsalltag (z. B. automatische Sperren, Lastumschaltungen, Wartungsaufträge). 

Damit wird Smart Maintenance zu einem MES-gestützten Instandhaltungssystem, das direkt in den Digital Shopfloor eingebettet ist – nicht zu einer separaten Insel neben der Produktion.

Smart / Lean Maintenance mit SYMESTIC (MES-gestützte PdM-Ansätze)

Ein Cloud-MES wie SYMESTIC ist für Smart Maintenance im Mittelstand ein naheliegender Dreh- und Angelpunkt:

  • Datenbasis für Predictive Maintenance
    SYMESTIC erfasst Zykluszeiten, Stillstände, Prozess- und Qualitätsdaten in Echtzeit und verknüpft sie mit Aufträgen und Anlagen. Diese Daten sind die Grundlage für zustandsbasierte und prädiktive Modelle, wie im SYMESTIC-Blog zu Predictive Maintenance beschrieben. 

  • Verknüpfung von OEE & Instandhaltung
    OEE-Analysen zeigen, wo Verfügbarkeitsverluste wirklich herkommen. In Kombination mit PdM wird aus „Wir haben viel Stillstand“ ein konkreter Maßnahmenkatalog: welche Anlage, welche Komponente, welches Muster. 

  • Ereignisbasierte Workflows
    Erkennt ein Modell einen drohenden Ausfall, kann das MES automatisch reagieren: Alarm, Wartungsauftrag, geplante Stillstandszeit, Sperrung von Aufträgen auf der betroffenen Maschine, Lastverteilung. 

  • Lean-Maintenance-Unterstützung
    Durchgängige Transparenz über Störungsarten, Reaktionszeiten, MTBF/MTTR, Wiederholfehler und Ersatzteileinsätze macht Verschwendung sichtbar. Lean-Maintenance-Prinzipien (Standardisierung, Priorisierung kritischer Assets) lassen sich auf Basis harter Daten implementieren. 

Kurz: SYMESTIC liefert die operative Ebene, auf der Smart Maintenance nicht nur als Konzept, sondern als messbarer Hebel für OEE und Anlagenzuverlässigkeit umgesetzt werden kann.

Wann lohnt sich Smart / Lean Maintenance?

Typische Trigger, ab denen du das Thema aufziehen solltest:

  • hohe ungeplante Stillstände bei wenigen kritischen Anlagen,
  • fehlende Transparenz zu Störgründen und Wartungskosten,
  • Instandhaltung überlastet, viel Ad-hoc-Feuerwehr,
  • Parallel: bereits vorhandenes MES oder geplante Einführung.

Pragmatischer Einstieg:

  1. Kritische Assets (Tier-1) identifizieren. 
  2. Basis-Transparenz über OEE, Störungen, Wartungseinsätze per MES herstellen.
  3. Lean-Maintenance-Standards setzen (Checklisten, Reaktionswege, Prioritäten).
  4. Erste PdM-Use-Cases auf einem Asset aufsetzen (Condition Monitoring, einfache Modelle).
  5. Wirkungen messen (Verfügbarkeit, MTBF, Wartungskosten) und dann auf weitere Anlagen ausrollen.

So wird aus „Smart Maintenance“ keine Buzzword-Folie, sondern ein MES-gestützter Instandhaltungspfad, der Schritt für Schritt nachweisbare Effekte liefert.

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