Skip to content

VDA 6.3 Prozessaudit: Definition, Bewertung & Erfolgsfaktoren

Das VDA 6.3 Prozessaudit ist einer der weltweit wichtigsten Standards der deutschen Automobilindustrie. Er wurde vom Verband der Automobilindustrie (VDA) entwickelt, um die Qualität von Prozessen entlang des gesamten Produktlebenszyklus zu bewerten – von der Entwicklung bis zur Serienproduktion.

In der Automotive-Lieferkette gilt ein positives VDA-6.3-Ergebnis oft als zwingende Voraussetzung („Eintrittskarte“), um von OEMs (Original Equipment Manufacturers) und Tier-1-Zulieferern beauftragt zu werden.

Aufbau des VDA 6.3: Die P-Elemente

Der Standard bewertet Prozesse anhand eines strukturierten Fragenkatalogs, der in verschiedene Prozessschritte (P-Elemente) unterteilt ist:

  • P1: Potenzialanalyse (zur Lieferantenauswahl).
  • P2 – P4: Projektmanagement, Produkt- und Prozessentwicklung.
  • P5: Lieferantenmanagement.
  • P6: Serienproduktion (der Fokus vieler Audits).
  • P7: Kundenbetreuung und Kundenzufriedenheit.

Das Bewertungsschema: A, B oder C

Am Ende eines Audits steht ein Erfüllungsgrad in Prozent, der in eine Einstufung übersetzt wird:

  • A-Zulieferer (≥ 90 %): Qualitätsfähig.
  • B-Zulieferer (80 % – 89 %): Bedingt qualitätsfähig.
  • C-Zulieferer (< 80 %): Nicht qualitätsfähig.

Warum VDA 6.3 für Fertigungsunternehmen kritisch ist

Ein VDA-6.3-Audit ist kein reines „Qualitätsthema“, sondern hat direkten Einfluss auf den Geschäftserfolg. Ein schlechtes Ergebnis (C-Rating) kann zum sofortigen Ausschluss von Neuprojekten führen.

Die Kernfrage des Auditors lautet immer: „Sind Ihre Prozesse stabil, fähig und belegbar?“


Digitaler Nachweis: Wie ein MES das Audit stützt

Die größte Herausforderung im VDA-6.3-Audit ist die Nachweispflicht. Papierlisten und manuelle Excel-Tabellen sind fehleranfällig und schwer zu verifizieren. Ein modernes MES (Manufacturing Execution System) dient hier als „Single Source of Truth“:

  1. Lückenlose Traceability: Nachweis der Rückverfolgbarkeit von der Rohmaterialcharge bis zum fertigen Produkt.
  2. Prozessfähigkeit (Cp/Cpk): Automatisierte Erfassung von Qualitätsdaten und statistische Auswertungen in Echtzeit.
  3. Audit-ready Dokumentation: Sofortiger Zugriff auf Schichtprotokolle, Wartungspläne und Abweichungsberichte.
  4. OEE & Prozessstabilität: Objektive Daten zu Stillständen und Ausschuss belegen die Beherrschung der Serienprozesse.

Exklusives Whitepaper

Lernen Sie die modernsten Ansätze der Industrie 4.0, die Sie in Ihrer Produktion schon morgen umsetzen können, um innerhalb von 4 Wochen Ihre Kosten um gut 20% zu reduzieren.

mehr erfahren

Digitalisierung der Produktion
Symestic Manufacturing Digitalization
Der schnelle Weg in die Digitalisierung
Profitabler werden – einfach und schnell
Effizienz durch Echtzeit-Daten
Kennzahlen für Ihren Erfolg
Ohne Investitionskosten optimieren
OEE SaaS – heute gebucht, morgen startklar
Deutsch
English