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MES ROI: Business Case rechnen – Stillstand, Ausschuss, Personal

Der MES ROI entscheidet, ob ein MES als Investition verstanden wird oder als Kostenblock endet. In der Praxis scheitern viele Business Cases nicht an fehlenden Effekten, sondern an unsauberer Herleitung. Dieser Artikel zeigt, wie sich der ROI eines MES realistisch und nachvollziehbar berechnen lässt – mit Fokus auf Stillstand, Ausschuss und Personalaufwand.

Was bedeutet MES ROI?

Der MES ROI beschreibt das Verhältnis zwischen dem wirtschaftlichen Nutzen, den ein MES in der Produktion erzeugt, und den Gesamtkosten für Einführung und Betrieb. Entscheidend ist dabei nicht, wie viele KPIs ein System liefert, sondern welche Kostenhebel tatsächlich beeinflusst werden. Ein belastbarer MES ROI basiert auf realen Produktionsdaten und klaren Annahmen.

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Die relevanten Kostenhebel im MES ROI

In der industriellen Fertigung lassen sich die Effekte eines MES in drei zentrale Hebel gliedern. Erstens ungeplante Stillstände, zweitens Ausschuss und Nacharbeit, drittens Personal- und Reportingaufwand. Diese Bereiche verursachen in Summe einen Großteil der versteckten Produktionskosten und eignen sich daher besonders für eine ROI-Berechnung.

Stillstandskosten korrekt berechnen

Stillstände zählen zu den größten, aber oft unterschätzten Kostentreibern. Für die MES-ROI-Berechnung ist nicht nur die Dauer relevant, sondern der wirtschaftliche Schaden pro Stunde. Die Stillstandskosten ergeben sich aus entgangenem Deckungsbeitrag, anteiligen Personalkosten und gegebenenfalls Vertragsstrafen oder Folgekosten in der Lieferkette.

Ein MES schafft Transparenz darüber, wann Stillstände auftreten, wie lange sie dauern und welche Ursachen sie haben. Der ROI-Effekt entsteht, wenn ungeplante Stillstände systematisch reduziert werden. Bereits eine moderate Reduktion um wenige Prozentpunkte kann hohe jährliche Einsparungen bewirken, insbesondere bei Engpassanlagen.

Ausschuss und Nacharbeit im MES ROI

Ausschuss verursacht nicht nur Materialverluste, sondern bindet Maschinenzeit, Personal und Energie. Für den MES ROI ist entscheidend, Ausschusskosten ganzheitlich zu betrachten. Neben Materialkosten fließen auch Produktionszeit, Nacharbeit und Entsorgung in die Rechnung ein.

Ein MES verknüpft Ausschuss mit Aufträgen, Maschinen und Prozessparametern. Dadurch werden Ursachen sichtbar und Prozesse stabilisiert. Der ROI ergibt sich aus der Reduktion der Ausschussquote und der damit verbundenen Einsparung pro produziertem Teil. Besonders in Serien- und Massenfertigungen wirken sich selbst kleine Verbesserungen stark auf den Jahresertrag aus.

Personal- und Reportingaufwand bewerten

Ein häufig unterschätzter Faktor im MES ROI ist der Personalaufwand für Datenerfassung, Reporting und Abstimmung. In vielen Betrieben werden Produktionsdaten manuell erfasst, konsolidiert und ausgewertet. Dieser Aufwand bindet qualifizierte Mitarbeitende, ohne direkt Wert zu schaffen.

Ein MES automatisiert Datenerfassung und KPI-Berechnung. Der ROI entsteht hier weniger durch Personalabbau, sondern durch Freisetzung von Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten. In der ROI-Rechnung wird dieser Effekt als eingesparte Arbeitszeit oder reduzierter externer Aufwand berücksichtigt.

Beispielhafte MES ROI Logik

Ein strukturierter MES Business Case folgt immer derselben Logik. Zunächst werden die jährlichen Einsparungen aus Stillstandsreduktion, Ausschussreduktion und Zeitersparnis summiert. Davon werden die jährlichen MES-Kosten abgezogen. Das Ergebnis ist der Netto-Nutzen pro Jahr.

Der ROI ergibt sich aus dem Verhältnis von Netto-Nutzen zu Gesamtkosten. Ergänzend wird häufig die Amortisationszeit berechnet, also der Zeitraum, bis sich die Investition vollständig bezahlt gemacht hat. In der Praxis zeigt sich, dass MES-Projekte mit klarem Fokus oft innerhalb kurzer Zeit einen positiven ROI erreichen.

Typische Fehler bei der MES ROI Berechnung

Ein häufiger Fehler ist die Überfrachtung des Business Cases mit theoretischen Potenzialen. Ein realistischer MES ROI basiert auf konservativen Annahmen und klar abgegrenzten Effekten. Ebenso problematisch ist die Betrachtung isolierter KPIs ohne Kostenbezug. Erst die Übersetzung von Kennzahlen in Euro macht den Nutzen bewertbar.

Auch die Kosten werden oft unvollständig angesetzt. Neben Lizenzen gehören Einführungsaufwand, Betrieb und Skalierung in die Rechnung. Transparente Kostenannahmen erhöhen die Glaubwürdigkeit des Business Cases erheblich.

MES ROI als Entscheidungsgrundlage

Ein sauber gerechneter MES ROI ersetzt Bauchentscheidungen durch Fakten. Er schafft eine gemeinsame Sprache zwischen Produktion, IT und Management und bildet die Grundlage für Investitionsfreigaben. Besonders in Kombination mit einem Proof of Value wird der ROI nicht geschätzt, sondern gemessen.

Anbieter wie SYMESTIC setzen genau hier an und fokussieren sich auf MES-Einführungen mit klarer ROI-Logik. Durch standardisierte Anwendungsfälle und schnelle Transparenz über Produktionsverluste wird der wirtschaftliche Nutzen früh sichtbar gemacht.

Fazit

Der MES ROI entscheidet über den Erfolg einer MES-Einführung. Unternehmen, die Stillstand, Ausschuss und Personalaufwand systematisch bewerten und realistisch rechnen, treffen bessere Investitionsentscheidungen. Ein MES ist dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn es messbar zur Reduktion von Produktionsverlusten beiträgt und sich in kurzer Zeit amortisiert.

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