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Alles was Sie über die
Betriebsdatenerfassung (BDE) wissen wollen!

In unserer ausführlichen Anleitung zur Betriebsdatenerfassung (BDE) werden wir folgende Fragen erläutern:

Sie werden durch diesen Artikel alles lernen, was Sie für die erfolgreiche Implementierung eines BDE-Systems in Ihrer Produktion brauchen. Los geht's!

Betriebsdatenerfassung (BDE)

Was versteht man unter BDE?

BDE steht für die Betriebsdatenerfassung. Abstrakt betrachtet, geht es bei der BDE um die Erfassung von Daten, die beim betrieblichen Wertschöpfungsprozess anfallen, i.d.R. mithilfe der Informationsverarbeitung.

Im Kern der Betrachtung steht der Produktionsprozess als standardisierte Fertigungsmethode, die sich in diverse sequenzielle und/oder parallele Arbeitsschritte unterteilen lässt.

Welche Arten von Betriebsdaten gibt es?

Bei der BDE wird zwischen zwei Arten von IST-Daten unterschieden: organisatorische und technische Betriebsdaten.

  • Betriebsdatenerfassung (BDE) Organisatorische Betriebsdaten Organisatorische Betriebsdaten
    • Auftragsdaten
    • Personaldaten
  • Betriebsdatenerfassung (BDE) Technische Betriebsdaten Technische Betriebsdaten
    • Maschinendaten
    • Werkzeugdaten
    • Materialdaten

Worum geht es bei den Betriebsdaten?

1. Auftragsdaten

Hierzu gehören die klassischen Daten, wie Auftragszeiten und Mengen. In diesem Kontext wird auch der Fortschritt und Status von Fertigungsaufträgen erfasst, sowie auftragsbezogene Rückmeldungen.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Auftragsdaten

2. Personaldaten

Unter Personaldaten versteht man primär die Arbeitszeiten des Personals und ggf. die Zuordnung der gefertigten Mengen zum Personal, die dann für Lohnkostenberechnungen und andere personalbezogene Auswertungen genutzt werden könnten.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Personaldaten

3. Maschinendaten

Maschinendaten geben Auskunft zu Maschinenlaufzeit und Stillstände, Leistung und Stückzahl, Alarme und Qualität sowie bei Bedarf auch zum Energieverbrauch.

Im Rahmen von Traceability (Dokumentation des Herstellungsprozesses) werden dabei auch umfangreich sehr detaillierte Qualitätsdaten erfasst. In der Regel mit einem eindeutigen Teilebezug.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Maschinendaten

4. Werkzeugdaten

Bei den Werkzeugdaten geht es darum, die Nutzung eines Werkzeugs im Produktionsprozess zu erfassen und im Blick zu haben, da ein Werkzeug letztlich einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität und die Produktionsfähigkeit hat.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Werkzeugdaten

5. Materialdaten

Im Zusammenhang mit der Materialbereitstellung, Materialverbrauch, Materialbestand und weiteren logistischen Aspekten spielen Materialdaten eine wichtige Rolle bei der Betriebsdatenerfassung.

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Welchen Nutzen ermöglicht eine Betriebsdatenerfassung (BDE)?

Entsprechend den unternehmensspezifischen Gegebenheiten und den produktionsspezifischen Wertschöpfungsprozessen ergeben sich durch die Betriebsdatenerfassung unterschiedliche Verbesserungspotentiale. Einige Vorteile der BDE sind nachfolgend genannt:

Betriebsdatenerfassung (BDE) Transparenz in Echtzeit Transparenz in Echtzeit

Echtzeit-Monitoring sämtlicher Prozesseinheiten erlaubt das unmittelbare Erkennen von Planabweichungen und Stillständen, das ein frühzeitiges Eingreifen und ggf. Umdisponierung ermöglicht.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Steigerung der Effizienz Steigerung der Effizienz

Durch die Analyse historischer Daten und die möglichen Soll-Ist-Vergleiche können Schwachstellen aufgedeckt und zielführende Maßnahmen abgeleitet werden, um die Produktionsprozesse nachhaltig effizienter zu gestalten.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Präzise Kostenrechnung Präzise Kostenrechnung

Die BDE dient der direkten Zuordnung der anfallenden Kosten zu den Verursachern. Demzufolge führt die gesteigerte Kostentransparenz zu besserem Controlling und Kostenmanagement.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Optimale Ressourcenplanung Optimale Ressourcenplanung

Vertrauenswürdige und zuverlässige Echtzeit-Daten zu allen Prozesseinheiten tragen zur optimalen Nutzung der Anlagen hinsichtlich Verfügbarkeit, Leistung und Qualität (Overall Equipment Effectiveness) bei.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Langfristige Wettbewerbsfähigkeit Langfristige Wettbewerbsfähigkeit

Die Effizienz- und Qualitätssteigerung führen zur erhöhten Termintreue und Kundenzufriedenheit und dementsprechend zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und zum nachhaltigen Wachstum.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Digitalisierung der Produktion Digitalisierung der Produktion

BDE öffnet Türen für disruptive digitale Geschäftsmodelle. Schnelligkeit, Nachvollziehbarkeit, Effizienz und Kosteneinsparung sind einige der vielfältigen Nutzen einer papierlosen Fabrik.

Was ist der Unterschied zwischen BDE, MDE und MES?

MDE

Die Maschinendatenerfassung ist ein Teil der Betriebsdatenerfassung (BDE) und bezieht sich nur auf die maschinenbezogenen Daten, die während der Fertigung erzeugt werden, z. B. Anzahl Teile, Energieverbrauch und Maschinenzustand (technische Betriebsdaten).

BDE

Bei einem Betriebsdatenerfassungssystem werden zusätzlich zu den Maschinendaten organisatorische Betriebsdaten wie Auftragsdaten und Personaldaten erfasst.

MES

Die Aufgaben eines Manufacturing Execution System gehen über die üblichen BDE Funktionen hinaus. Es kommen z.B. Funktionen zur Verriegelung von Prozessschritten und der Rückverfolgbarkeit hinzu. Die internationale Norm ISA-95 gibt einen guten und umfassenden Einblick zu den Funktionen eines MES.

Betriebsdatenerfassung (BDE) MES-MDE-BDE-Vergleich

Wie funktionierte bislang ein System zur Betriebsdatenerfassung?

Am Ort der Wertschöpfung (Shopfloor) fallen Betriebsdaten bei der Interaktion mit dem Personal der Produktion an den diversen Arbeitsplätzen und/oder den Produktionsanlagen an. Entsprechend dieser Schnittstellen werden (mobile) benutzerfreundliche Endgeräte im Zusammenspiel mit automatisierten Anlagen-Interfaces genutzt.

In der Vergangenheit wurden über proprietäre BDE- Terminals Betriebsdaten erfasst und an ein lokal installiertes zentrales datenbankbasiertes BDE System weitergeleitet. Dort wurden die Daten verarbeitet, ausgewertet und mit den angrenzenden IT-Systemen (ERP, PPS, APS, WMS …) ausgetauscht.

Was macht ein modernes BDE-System aus?

Im Zeitalter der Digitalisierung stehen wesentlich effizientere Methoden und standardisierte Technologien zur Verfügung. Im Folgenden werden wir die wichtigsten Eigenschaften eines modernen BDE-Systems kennenlernen:

Betriebsdatenerfassung (BDE) Einfache Installation

Einfache Installation

BDE Funktionen können momentan als Software-as-a-Service (SaaS) über die Cloud ohne eine kapitalintensive Investitions- und Installationsphase gebucht werden. Dadurch wird der Einstieg für produzierende Unternehmen in die digitale Welt vereinfacht und die Risiken für Entscheidungsträger werden minimiert.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Hohe Flexibilität

Hohe Flexibilität

Produzierende Unternehmen werden ständig mit sich ändernden Anforderungen konfrontiert. Dementsprechend sollten moderne BDE-Systeme flexible und modulare Lösungen anbieten, die auf produktionsspezifische Bedürfnisse konfiguriert werden können.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Moderne Technologie

Moderne Technologie

Die Technologien verändern sich heutzutage sehr schnell. Die neusten Technologien von heute gehören in wenigen Jahren der Vergangenheit an. Demzufolge sollte ein modernes BDE-System auf den aktuellsten Technologien basieren und sich kontinuierlich weiterentwickeln, um von den Vorteilen (z. B. Performanz, Sicherheit) zu profitieren, die der technologische Wandel mit sich bringt.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Starke Sicherheit

Starke Sicherheit

Die IT-Sicherheit ist innerhalb eines Unternehmens obligatorisch. Eine sehr hohe Sicherheit gegen externe Angriffe und internen Missbrauch ist bei einem BDE-System unentbehrlich. Daher sollte das System mit sicherer Datenverschlüsselung, maximaler Anwendungs- und Cloud-Sicherheit ausgerüstet sein.

Betriebsdatenerfassung (BDE) Konnektivität

Konnektivität

Häufig finden mehrere IT-Systeme im Unternehmen gleichzeitig Einsatz. Damit eine reibungslose Kommunikation zwischen den Komponenten garantiert werden kann, sollte ein BDE-System eine einfache Verbindungsfähigkeit zu anderen Systemen aufweisen. Diese kann zum Beispiel durch REST-APIs oder dateibasierte Schnittstellen erfolgen.

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