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Zusammenfassung:
Eine Smart Factory vernetzt Maschinen, Systeme und Menschen über IIoT, KI und Cloud zu einer selbstoptimierenden Produktionsumgebung. Kein Unternehmen wird über Nacht zur Smart Factory; der Weg führt über Reifegrade: von Echtzeittransparenz über automatisierte Workflows bis zur autonomen Fertigung. Das Cloud-MES ist dabei das Rückgrat, das Sensordaten in steuerbare OEE-Verbesserungen übersetzt, Schicht für Schicht und Werk für Werk.
Inhaltsverzeichnis
- Smart Factory: Bedeutung
- Reifegrade auf dem Weg zur Smart Factory
- Technologien hinter einer Smart Factory
- Vorteile einer Smart Factory
- Smart Factory und klassische Fertigung im Vergleich
- Die Rolle des Menschen in der Smart Factory
- Herausforderungen bei der Umsetzung
- Smart Factory in der Praxis: Beispiele
- Warum ist ein Cloud-MES das Rückgrat jeder Smart Factory?
- Wohin sich die Smart Factory bis 2030 entwickelt
- FAQ
Smart Factory: Bedeutung
Eine Smart Factory ist eine Produktionsumgebung, in der Maschinen, Systeme und Menschen über digitale Technologien so vernetzt sind, dass Fertigungsprozesse in Echtzeit überwacht, gesteuert und selbstständig optimiert werden. Sensoren erfassen Zustände, Algorithmen analysieren Muster, Workflows reagieren automatisch, vom Stillstandsalarm bis zur Umplanung des nächsten Auftrags. Die Smart Factory ist das operative Zielbild von Industrie 4.0.
Der Unterschied zur klassischen Fabrik: Daten bleiben nicht in Silos. In einer Smart Factory fließen Maschinen-, Auftrags-, Qualitäts- und Energiedaten in einem System zusammen. Abweichungen werden in dem Moment bemerkt, in dem sie auftreten.
Wichtig: Die Smart Factory ist kein Zustand, der an einem Tag erreicht wird. Kein Unternehmen schaltet einen Schalter um und fertigt plötzlich autonom. Die Smart Factory ist ein Reifegrad-Modell. Der erste Schritt: Echtzeittransparenz über Maschinen und Prozesse herstellen. Hier setzt ein cloud-natives MES an.
Am Anfang steht die Frage „Was passiert gerade in meiner Produktion?“ Die Antwort liefern BDE-Daten, OEE-Kennzahlen und Stillstandsanalysen in Echtzeit. Wie Betriebsdaten dafür automatisch erfasst werden, beschreibt die Seite BDE-Software.
Reifegrade auf dem Weg zur Smart Factory
Die Smart Factory entsteht nicht durch einen Big-Bang-Rollout. Sie wächst über Reifegrade, von der manuellen Fertigung über Echtzeittransparenz bis zur autonomen Optimierung. Die fünf Stufen entsprechen den Stufen 2 bis 6 des sechsstufigen Industrie 4.0 Maturity Index von acatech; dessen erste Stufe, die Computerisierung, setzt diese Tabelle voraus.
| Stufe | Bezeichnung | Beschreibung | Typische Technologien | SYMESTIC-Module |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Konnektivität | Maschinen werden digital angebunden. Daten fließen aus SPS, Sensoren und Gateways in ein zentrales System. | OPC UA, MQTT, DI-Gateways, Edge Computing | Cloud Gateway (OPC UA), IoT Box (digitale Signale) |
| 2 | Sichtbarkeit | Echtzeittransparenz: Was passiert gerade? OEE, Stillstände, Stückzahlen sind jederzeit sichtbar. | MDE/BDE, Echtzeit-Dashboards, KPI-Monitoring | Produktionskennzahlen, Dashboards, Alarme |
| 3 | Transparenz | Warum ist etwas passiert? Stillstände werden zusammen mit Alarmen, Aufträgen und Schichten ausgewertet. | Analytik, Stillstandsanalyse, SPC, Prozessdaten | Prozessdaten, Alarme |
| 4 | Prognosefähigkeit | Was wird passieren? Vorhersage von Ausfällen, Engpässen, Qualitätsabweichungen. | Predictive Maintenance, Machine Learning, Digital Twins | heute Alarme, MTBF/MTTR, Prozessdaten |
| 5 | Adaptierbarkeit | Automatische Reaktion: Wartungsaufträge werden generiert, Pläne umgestellt, Eskalationen ausgelöst. | MES-Workflows, ERP-Integration, autonome Regelkreise | heute als Grundlage: Fertigungssteuerung, ERP-Schnittstelle, Benachrichtigung per Push oder E-Mail (Feinplanungs-Add-on in Entwicklung) |
Stufe 1 und der nächste Schritt. Wer Maschinen hat, die Daten liefern könnten, aber kein System, das diese Daten in Echtzeit zusammenführt, steht auf Stufe 1. Der nächste Schritt ist der Übergang auf Stufe 2: sichtbar machen, was bisher unsichtbar war. Bei SYMESTIC ist die erste Anlage dafür in unter drei Stunden angebunden; bei Schmiedetechnik Plettenberg lagen Echtzeitdaten vom ersten Tag an vor.
Technologien hinter einer Smart Factory
Eine Smart Factory basiert auf dem Zusammenspiel von fünf Technologieschichten: IIoT-Sensorik erfasst Maschinenzustände. Edge Computing verarbeitet lokal. Cloud-Plattformen analysieren und speichern. KI prognostiziert und optimiert. Ein MES verbindet alle Schichten zu produktionswirksamen Workflows.
1. Industrial IoT (IIoT) & Sensorik
Sensoren und vernetzte Geräte bilden das Fundament. Sie erfassen Zustände von Maschinen, Werkzeugen und Materialien und übertragen Daten in Echtzeit über OPC UA, MQTT oder digitale Signale.
- Temperatur-, Druck- und Vibrationssensoren in Pressen und Spritzgussmaschinen
- RFID-Tags und Barcode-Systeme zur Materialverfolgung
- SPS-basierte Alarmerfassung
Alarme aus der SPS geben Hinweise, welche technische Störung hinter einem Stillstand stehen kann.
2. Edge & Cloud Computing
- Edge: Datenverarbeitung direkt an der Maschine, etwa Filterung, Transformation und Anomalieerkennung mit minimaler Latenz.
- Cloud: Speicherung, Analyse und standortübergreifende Auswertung großer Datenmengen. SYMESTIC nutzt Microsoft Azure als Cloud-Infrastruktur.
Bei SYMESTIC liest das Cloud Gateway die Daten per OPC UA, die Azure-Cloud speichert, analysiert und visualisiert sie. Carcoustics betreibt SYMESTIC mit mehr als 500 Anlagen in 12 Werken.
3. Künstliche Intelligenz & Machine Learning
- Predictive Maintenance: Verschleißmuster erkennen, bevor der Stillstand eintritt.
- Qualitätssicherung: SPC-gestützte Prüfungen erkennen Abweichungen in Echtzeit.
- Produktionsoptimierung: KI gleicht Kapazitäten, Aufträge und Ressourcen dynamisch ab.
SYMESTIC nutzt KI heute für die Zusammenfassung des Schichtbuchs und die Übersetzung von Stillstandsgründen.
4. Cyber-physische Systeme & Digitale Zwillinge
CPS verbinden reale Anlagen mit digitalen Abbildern. Digitale Zwillinge simulieren Produktionsabläufe, zeigen Engpässe und ermöglichen Optimierungen, bevor Änderungen in der realen Fabrik umgesetzt werden. In Kombination mit Echtzeit-Prozessdaten aus dem MES werden sie zum Planungswerkzeug für Rüstzeiten, Layoutänderungen und Kapazitätsentscheidungen.
5. Industrielle Netzwerke & Kommunikation
Standardisierte Protokolle verbinden alle Schichten: OPC UA für herstellerübergreifende Maschinenkommunikation, MQTT für IoT-Gateways, REST-APIs für ERP-Integration, 5G-Campusnetze für kabellose Echtzeitkommunikation. Die IIoT-Konnektivitätsschicht ist bei SYMESTIC standardisiert; die erste Anlage ist in unter drei Stunden angebunden.

Vorteile einer Smart Factory
Eine Smart Factory steigert OEE, senkt Wartungs- und Qualitätskosten, verkürzt Reaktionszeiten und schafft die Datenbasis für neue Geschäftsmodelle. Die Vorteile lassen sich messen; wo SYMESTIC-Kunden Zahlen freigegeben haben, stehen sie dabei.
1. Echtzeittransparenz & OEE-Steigerung
Maschinenzustände, Stückzahlen, Stillstände und Leistungsdaten sind jederzeit sichtbar, vom einzelnen Sensor bis zum standortübergreifenden Dashboard.
- Meleghy Automotive: 7 % höhere Ausbringung
2. Reduktion ungeplanter Stillstände
Automatische Stillstandserfassung mit Stillstandsgründen vom Shopfloor-Client beseitigt den blinden Fleck der klassischen Fertigung.
- Meleghy: 10 % Reduktion von Stillstandszeiten
3. Qualitätsverbesserung & Ausschussreduktion
Prozessdaten mit Eingriffsgrenzen zeigen Abweichungen, bevor Ausschuss entsteht.
4. Flexibilität & schnelle Skalierung
Cloud-native Systeme skalieren über den modularen Baukasten eigenständig. Neue Linien, Werke und Anwendungsfälle kommen ohne IT-Projekt dazu.
- Carcoustics: bestehendes MES in sechs Monaten abgelöst, heute mehr als 500 Anlagen in 12 Werken
- Klocke: alle Linien am Standort in drei Wochen live
5. Nachhaltigkeit & Energieeffizienz
Weniger Ausschuss, optimierter Energieverbrauch, geringerer Ressourceneinsatz. Energiemonitoring macht Verbrauch pro Maschine und Linie sichtbar und identifiziert Spitzenlasten.
- SYMESTIC: Energiemonitoring als eigenständiges Modul verfügbar
6. Datenbasierte Entscheidungen auf allen Ebenen
Vom Werker am Shopfloor-Terminal bis zum COO im Management-Dashboard: Alle Ebenen arbeiten mit derselben Datenbasis. Excel-Silos und widersprüchliche Zahlen entfallen.
Smart Factory und klassische Fertigung im Vergleich
Der Unterschied zwischen einer Smart Factory und klassischer Fertigung liegt im Betriebsmodell: reaktiv vs. proaktiv, Silos vs. durchgängige Datenflüsse, manuelle Eingriffe vs. automatisierte Regelkreise.
| Dimension | Klassische Fertigung | Smart Factory |
|---|---|---|
| Datenerfassung | Manuell, Excel, Papier | Automatisch, Echtzeit, sensorbasiert |
| Reaktionszeit | Stunden bis Tage (Nachgang) | Sekunden bis Minuten (Echtzeit) |
| Wartung | Reaktiv oder zeitbasiert | Zustandsbasiert bis prädiktiv |
| Qualität | Stichproben, End-of-Line | Inline, 100 %, SPC-gestützt |
| Planung | Starr, wochenweise | Dynamisch, auftragsgetrieben, Echtzeit |
| Skalierung | Monate, IT-Projekte | Stunden bis Wochen, modular |
| Entscheidungsbasis | Erfahrung, Bauchgefühl | Daten, KPIs, Algorithmen |
| ERP-Integration | Manuell, Medienbrüche | Bidirektional, automatisch |
Ohne saubere Stufe 2 (Sichtbarkeit) kommt ein Smart-Factory-Projekt nicht weit: Wer nicht weiß, wo seine OEE wirklich steht, kann mit Predictive Maintenance oder Digital Twins wenig anfangen. Der erste Schritt ist unglamourös: Maschinen anbinden, Daten erfassen, Transparenz herstellen.
Die Rolle des Menschen in der Smart Factory
Die Smart Factory verändert die Rolle des Menschen. Vom Bediener, der Maschinenzustände manuell erfasst, zum Entscheider, der datengestützt optimiert. Der Mensch bleibt zentral, seine Werkzeuge werden besser.
- Vom Datensammler zum Datennutzer: Statt Excel-Tabellen zu pflegen, arbeiten Schichtführer mit Echtzeit-Dashboards. Die manuelle Datenerfassung entfällt; Interpretation und Entscheidung bleiben beim Menschen.
- Mensch-Maschine-Kollaboration: Kollaborative Roboter (Cobots) übernehmen repetitive Aufgaben. Mitarbeitende überwachen, steuern und greifen ein, wenn das System an Grenzen stößt.
- Assistenzsysteme: Shopfloor-Terminals zeigen Aufträge, Sollwerte und Alarme in Echtzeit. Augmented Reality unterstützt bei Rüstvorgängen und Wartungsarbeiten.
- Neue Kompetenzen: Digitale Grundkenntnisse, Datenverständnis und interdisziplinäres Denken werden zur Kernkompetenz.
Bei Schmiedetechnik Plettenberg lagen Echtzeitdaten vom ersten Tag an vor; das ERP InforCOM ist bidirektional angebunden.
Herausforderungen bei der Umsetzung
Fünf Hürden stehen Smart-Factory-Initiativen im Weg, von der Brownfield-Integration bis zur Erwartung, dass Stufe 5 ohne Stufe 2 funktioniert.
1. Brownfield-Integration: Alte Maschinen, neue Anforderungen
Im Bestand stehen Maschinen mit heterogenen Steuerungen, teils ohne digitale Schnittstelle. Die Hürde ist die Anbindung dieses Bestands.
Lösung: Standardisierte Konnektivität. SYMESTIC erfasst per OPC UA über das Cloud Gateway und digitale Signale über die IoT Box; die IoT Box kommt ohne Eingriff in die SPS aus. Bei Klocke waren so alle Linien am Standort in drei Wochen live.
2. OT/IT-Konvergenz
Automatisierungsingenieure denken in SPS-Zyklen, IT-Abteilungen in Cloud-Architekturen. Die Lücke zwischen beiden Welten blockiert Smart-Factory-Projekte.
Lösung: Ein gemeinsamer Workshop mit OT- und IT-Team als Einstieg.
3. Cybersecurity & Datenschutz
Vernetzte Anlagen sind Angriffsflächen. Netzwerksegmentierung (IT/OT-Trennung), Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Microsoft Entra ID für Zugriffssteuerung und DSGVO-konforme Datenaufbewahrung gehören zur Grundausstattung.
4. ROI-Unsicherheit im Mittelstand
Die Sorge „Was, wenn sich das nicht rechnet?“ ist bei On-Premise-Systemen mit hohen Vorabinvestitionen berechtigt. Cloud-native Lösungen verändern die Gleichung: Abo statt hoher Vorabinvestition; bei SYMESTIC liegt der ROI unter drei Monaten.
5. Change Management
Technologie ohne Akzeptanz bleibt wirkungslos. Mitarbeitende brauchen Schulung, klare Kommunikation und sichtbare Quick Wins, um Vertrauen in datenbasierte Entscheidungen aufzubauen.
Der wichtigste Lösungsansatz: Klein starten, schnell Ergebnisse zeigen, dann skalieren. Meleghy führte SYMESTIC in sechs Monaten in vier Werken ein, bei Klocke waren alle Linien am Standort nach drei Wochen live. Ein erster sichtbarer Erfolg schafft intern Vertrauen für den nächsten Schritt.
Smart Factory in der Praxis: Beispiele
Die folgenden Beispiele zeigen, wie SYMESTIC-Kunden von Stufe 1 (Konnektivität) aus weitergegangen sind.
Meleghy Automotive: Enterprise Smart Factory über 4 Werke
Meleghy Automotive fertigt Karosseriebauteile. SAP R/3 ist bidirektional angebunden.
- Rollout: vier Werke in Deutschland, Spanien, Tschechien und Ungarn in sechs Monaten
- 10 % weniger Stillstandszeiten
- 7 % höhere Ausbringung
Carcoustics: MES-Ablösung über 12 Werke
Carcoustics, Zulieferer für akustische und thermische Lösungen, löste ein bestehendes MES in sechs Monaten ab und betreibt SYMESTIC heute mit mehr als 500 Anlagen in 12 Werken in 8 Ländern, angebunden an SAP.
Schmiedetechnik Plettenberg: Durchgängiger Datenfluss vom ERP bis zum Shopfloor
Bei Schmiedetechnik Plettenberg ist das ERP InforCOM bidirektional angebunden: Fertigungsaufträge kommen aus dem ERP, Rückmeldungen gehen zurück. Echtzeitdaten lagen vom ersten Tag an vor.
Warum ist ein Cloud-MES das Rückgrat jeder Smart Factory?
Ein MES (Manufacturing Execution System) verbindet alle Technologieschichten der Smart Factory zu einem operativen Ganzen. Ohne MES bleiben Sensordaten isoliert, Alarme ohne Kontext, und Dashboards ohne Handlungsimpuls. Das MES ist die Schicht, die Daten in produktionswirksame Entscheidungen übersetzt.
Vier Gründe, warum das MES cloud-native sein muss
- Geschwindigkeit: Bei SYMESTIC ist die erste Anlage in unter drei Stunden angebunden, der erste Anwendungsfall läuft in Tagen.
- Skalierbarkeit: Neue Werke und Linien kommen ohne IT-Projekt dazu; weitere Anlagen am Gateway sind in Minuten per Cloud-Konfiguration angebunden. Meleghy führte SYMESTIC in sechs Monaten in vier Werken ein, Carcoustics betreibt mehr als 500 Anlagen.
- Kostenmodell: Abo (OPEX) statt hoher Vorabinvestitionen (CAPEX). Bei SYMESTIC liegt der ROI unter 3 Monaten.
- Automatische Innovation: Updates und neue Funktionen kommen im Abo, ohne Upgrade-Projekt.
SYMESTIC: Die fünf Architekturschichten
Die Cloud-Fertigungsarchitektur von SYMESTIC bildet den gesamten Smart-Factory-Datenfluss ab:
- Produktionsanlagen: Maschinen, Sensoren, SPS-Steuerungen, IoT-Geräte
- Konnektivität: Cloud Gateway (OPC UA), IoT Box (digitale Signale)
- Infrastruktur: Microsoft Azure Cloud, automatische Updates, DSGVO-konform
- MES-Applikationen: OEE, BDE, Fertigungssteuerung, Instandhaltungskennzahlen (MTBF, MTTR), Alarme, Prozessdaten, Energiemonitoring, digitales Schichtbuch mit KI-Zusammenfassung
- Enterprise-Plattform: ERP-Integration (SAP, Infor, Navision), REST-API, standortübergreifende Analysen
| Smart-Factory-Anforderung | SYMESTIC-Modul |
|---|---|
| Echtzeittransparenz (OEE, Stückzahlen, Stillstände) | Produktionskennzahlen, Dashboards |
| Automatische Stillstandserfassung mit Stillstandsgründen | Produktionskennzahlen, Stillstandsgründe am Shopfloor-Client |
| Instandhaltung | Alarme und Störmeldungen, MTBF/MTTR |
| Auftragssteuerung (Feinplanungs-Add-on in Entwicklung) | Fertigungssteuerung (Feinplanungs-Add-on in Entwicklung) |
| Prozessüberwachung | Prozessdaten |
| Energiemonitoring & Nachhaltigkeit | Energiemonitoring-Modul |
| Bidirektionale ERP-Integration | REST-API, SAP/Infor/Navision-Schnittstelle |
Wohin sich die Smart Factory bis 2030 entwickelt
Die Smart Factory entwickelt sich in fünf Richtungen: 5G und Edge verschieben Intelligenz an die Maschine. KI und Digital Twins ermöglichen autonome Entscheidungen. Manufacturing-X schafft resiliente Wertschöpfungsnetzwerke. Servitization verwandelt Produkte in Dienstleistungen. Und die gesamte Fabrik wird zum ESG-Werkzeug.
1. 5G-Campusnetze & Edge AI
Latenzen im Millisekundenbereich und massive Bandbreite ermöglichen kabellose Echtzeitsteuerung in großflächigen Werkhallen. Anomalieerkennung findet direkt an der Maschine statt, ohne Cloud-Roundtrip.
2. KI & Digital Twins in der Produktion
Digitale Zwillinge simulieren komplette Produktionslinien virtuell. Rüststrategien, Layoutänderungen und Kapazitätsentscheidungen werden vorab getestet. Prescriptive Analytics geben konkrete, priorisierte Handlungsempfehlungen: „Lager A innerhalb von 10 Stunden tauschen, Ersatzteil auf Lager. Bester Zeitpunkt: Schichtwechsel um 14:00.“
3. Manufacturing-X & resiliente Netzwerke
Die Smart Factory endet nicht an der Werkstür. Manufacturing-X (eine Initiative der Plattform Industrie 4.0 für industrielle Datenräume) schafft durchgängige Datenflüsse über Unternehmensgrenzen hinweg, vom Zulieferer über die Produktion bis zum Kunden. Ziel: resiliente, transparente Wertschöpfungsketten.
4. Servitization: Produkte als Dienstleistung
Pay-per-Use, Remote Monitoring, datenbasierte Zusatzservices: IIoT-Datenströme aus der Smart Factory ermöglichen neue Geschäftsmodelle, die über den reinen Produktverkauf hinausgehen.
5. Nachhaltigkeit & Circular Economy
Die Smart Factory wird zum ESG-Werkzeug: Energieverbrauch pro Stück, CO₂-Bilanz pro Auftrag, Ausschussminimierung durch Echtzeit-Qualitätskontrolle. Energiemonitoring ist bei SYMESTIC als eigenständiges Modul bereits verfügbar.
FAQ zur Smart Factory
Was ist eine Smart Factory?
Eine Smart Factory ist eine Produktionsumgebung, in der Maschinen, Systeme und Menschen über digitale Technologien (IIoT, KI, Cloud, MES) so vernetzt sind, dass Fertigungsprozesse in Echtzeit überwacht, gesteuert und selbstständig optimiert werden. Sie ist das operative Zielbild von Industrie 4.0.
Was unterscheidet eine Smart Factory von Industrie 4.0?
Industrie 4.0 ist das Konzept, die Vision der vierten industriellen Revolution. Die Smart Factory ist die konkrete Umsetzung: eine Fabrik, die nach den Prinzipien von Industrie 4.0 gebaut und betrieben wird.
Braucht man für eine Smart Factory ein MES?
Ja. Das MES verbindet Sensordaten mit Auftrags-, Qualitäts- und Planungsinformationen und übersetzt Daten in steuerbare Workflows. Ohne MES bleiben Maschinendaten isoliert und Dashboards ohne Handlungsimpuls.
Was kostet der Einstieg in die Smart Factory?
Cloud-native Lösungen starten als Abo ohne hohe Vorabinvestition. Bei SYMESTIC: Plan Professional mit fünf Anlagen ab 850 € pro Monat, netto zzgl. USt., bei jährlicher Abrechnung im Voraus; die erste Anlage ist in unter drei Stunden angebunden.
Welche Maschinen können angebunden werden?
Maschinen jeder Art und jedes Alters: moderne Anlagen per OPC UA über das Cloud Gateway, ältere über digitale Signale mit der IoT Box. Über die REST-API kommen Daten aus anderen Systemen dazu.
Wie lange dauert die Einführung?
Bei SYMESTIC ist die erste Anlage in unter drei Stunden angebunden, der erste Anwendungsfall läuft in Tagen. Meleghy führte SYMESTIC in sechs Monaten in vier Werken ein, bei Klocke waren alle Linien am Standort nach drei Wochen live.
Die Smart Factory beginnt mit Sichtbarkeit: wissen, was in der Produktion passiert. Wer diese Stufe sauber umsetzt, schafft die Datenbasis für alles, was danach kommt: Predictive Maintenance, autonome Workflows, Digital Twins.
SYMESTIC liefert dieses Fundament: cloud-nativ, die erste Anlage in unter drei Stunden angebunden.
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Quellen
- acatech (Hrsg.), Günther Schuh, Reiner Anderl, Roman Dumitrescu, Antonio Krüger, Michael ten Hompel: Industrie 4.0 Maturity Index. Die digitale Transformation von Unternehmen gestalten, Update 2020, acatech STUDIE, 2020
Weiterführende Artikel im SYMESTIC-Blog:
- Was ist ein MES?
- OEE: Definition, Berechnung & Praxis 2026
- Industrie 4.0: Definition & Umsetzung
- IIoT: Definition, Anwendungen & MES-Integration
- Predictive Maintenance: Definition, Nutzen & MES-Integration
- Cloud-MES vs. On-Premise
- Betriebsdatenerfassung (BDE) erklärt
- Shopfloor Management: Methoden & Tools
Der nächste Schritt
Eine Smart Factory beginnt bei der ersten angebundenen Maschine. Was dafür an Datenerfassung nötig ist, steht in Maschinendatenerfassung; wie die Anbindung aussieht, zeigt eine Live-Demo am eigenen Anwendungsfall.
Der Weg zur Smart Factory beginnt mit Daten aus der Fertigung.
Über den Autor
Uwe KobbertGründer & CEO
Seit 1989 in der Fertigungs-IT, seit 1995 entwickelt er MES-Lösungen für die Steuerung und Digitalisierung der Produktion. Dipl.-Ing. Nachrichtentechnik/Elektronik.
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